Verein der Freunde der Stadtkirche e.V.

In seiner Sitzung vom 11. September 1978 hat der Kirchenvorstand der Stadtkirchengemeinde beschlossen, den "Verein der Freunde der Langener Stadtkirche" zu gründen. In dem damals verabschiedeten Aufruf hieß es: "Wer sich unsere Stadtkirche in Ruhe von allen Seiten ansieht, wird ohne Schwierigkeiten erkennen, daß das jetzt 95 Jahre alte Bauwerk - neben dem Vierröhrenbrunnen das in das Hess. Denkmalbuch eingetragene Wahrzeichen der Stadt Langen - dringend der Instandsetzung zur Sicherung und Erhaltung durch die Ausführung kostspieliger Facharbeiten bedarf." Diesem Ziel, "Mittel zur Erhaltung, Ausstattung und Ausschmückung der Langener Stadtkirche als Gottesdienststätte und als Baudenkmal" aufzubringen, sah sich der Verein laut Satzung verpflichtet.

Zu den Gründungsmitgliedern gehörten damals: Pfr. D. Borck, H. Dröll, M. Dröll, O. Eckert, R. Görich, H. Herth, J. Lütkemann, A. Metz, Chr. Schlapp, R. Toillié, Pfr. A. Wächtler, A. Werner, H. Werner, L. Wesp, H.- G. Sehring. Den Vorstand bildeten Bürgermeister Kreiling als 1. Vorsitzender, Pfr. Borck als 2. Vorsitzender, Stadtverordnetenvorsteher Fuchs, Prof. Oppermann und Dr. Block als Beisitzer, Heinrich Herth als Rechner und Elisabeth Pohl als Schriftführerin.

Zwischenzeitlich hatte der Verein über 200 Mitglieder, die nicht nur der Stadtkirchengemeinde angehören. Dies macht deutlich, dass der Erhalt der Stadtkirche ein Anliegen geworden ist, das nicht an Gemeinde- und Konfessionsgrenzen Halt macht. Es sind sogar etliche ehemalige LangenerInnen Mitglieder des Vereins. Und von Anfang an waren die jeweiligen Bürgermeister der Stadt im Vorstand vertreten, d.h. auch die städtische Öffentlichkeit hat ein Interesse am Bestand eines ihrer Wahrzeichen.
Zurzeit sind es 130 Vereinsfreundinnen und - freunde, die mit ihrem Jahresbeitrag ein jährliches Spendenaufkommen von etwa 16.000 € erbringen. Damit konnte in den vergangenen 25 Jahren ein wesentlicher Teil der Maßnahmen zur Außen- und Innenrenovierung finanziert werden.
 
Es hat sich als positiv erwiesen, den Verein auch nach den großen Renovierungen weiterzuführen. Zum einen gibt es immer wieder kleinere und größere Reparaturen. Zum anderen hat sich das Aufgabengebiet erweitert. So geht es nicht nur um den baulichen Erhalt, sondern auch um die Mitgestaltung dessen, was in der Kirche geschieht. So hat der Verein sich bereit erklärt, Konzerte, Vorträge und Ausstellungen mit zu initiieren und einen finanziellen Beitrag dazu zu leisten. Damit hoffen wir, neue, besonders jüngere Mitglieder werben zu können und damit den Bestand des Vereins zu sichern.
 
Als neustes Projekt soll der Einbau von vier Fenstern nach Entwürfen des Langener Glaskünstler Professor Johannes Schreiter umgesetzt werden.
Die vier Fenster werden im Querschiff der Stadtkirche eingebaut. Auf der Seite des Taufbeckens werden das Geschehen und die Bedeutung der Taufe künstlerisch gestaltet. Gegenüber finden die wöchentlichen Wochenmitte- Andachten statt. Auch dies nimmt Professor Schreiter in seinen Entwürfen für die beiden Fenster der Nordseite auf.
Die Finanzierung erfolgt über den Verein der Freunde der Stadtkirche. Sie stellen einen größeren Betrag zur Verfügung. Darüber hinaus wird es weitere Spenden brauchen, um dieses Vorhaben zu verwirklichen.
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